Museum

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Türckische Cammer

Dresden

Residenzschloss, Taschenberg 2, 01067 Dresden
Telefon: +49 351 49142000

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Kurz gesagt

  • Türkenmode und Prunkwaffen am wettinischen Hof

Programm & Mehr zum Museum

Museum

Die Türckische Cammer zählt zu den ältesten und weltweit bedeutendsten Sammlungen osmanischer Kunst außerhalb der Türkei. Dank ihres Geschmacks, ihrer Sammelleidenschaft und ihres Strebens nach fürstlicher Machtdarstellung trugen die sächsischen Kurfürsten vom 16. bis zum 19. Jahrhundert legendäre Schätze der sogenannten Türkenmode zusammen.


Unter Kurfürst August dem Starken erreichte die sächsische Bewunderung für das damalige osmanische Reich ihren absoluten Höhepunkt. So inszenierte sich der sächsische Kurfürst und spätere polnische König mehrfach als Sultan und schickte seinen Adjutanten Johann Georg Spiegel auf exotische Einkaufstour nach Konstantinopel. Zudem importierte er eigens für seine barocken Feste Kamele und Araberpferde mit edlen Prunkreitzeugen an den Dresdner Hof. Das größte Objekt der 2010 eröffneten Türckischen Cammer ist ein osmanisches Dreimastzelt - ein 20 Meter langer, 8 Meter breiter und 6 Meter hoher Traum aus Gold und Seide. Ausschließlich in Dresden können die Besucher das aufgespannte Zelt betreten und damit einen Glanzpunkt der damaligen osmanischen Textilkunst hautnah erleben. Zu weiteren Highlights zählen unter anderem acht aus Holz geschnitzte Pferde in Originalgröße. Jedes der rund 150kg schweren, prunkvoll geschmückten Araber ist ein Unikat und entsprechend ihrer historischen Überlieferungen passgenau angefertigt. Weltweit einmalig ist auch die Gruppe osmanischer Reflexbögen mit Originalbespannung, deren ältestes Exemplar aus dem Jahr 1586 stammt sowie vier faltbare Trinkbecher aus Leder. Insgesamt enthüllen mehr als 600 Objekte auf 750 Quadratmetern im Detail den glänzenden Reichtum der Türckischen Cammer.

Lernen & Erleben


Öffnungszeiten

  • Mittwoch bis Montag
    10.00 bis 17.00 Uhr

    Weitere Informationen

  • teilweise behindertengerecht
  • Haltestelle
  • Verkaufsangebot
  • Museumscafé