Museum

Städtische Museen Zwickau
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum

Zwickau

Lessingstraße 1, 08058 Zwickau
Telefon: +49 (0) 375 834510, Telefax: +49 (0) 375 834545

  • 'Unmittelbar und unverfälscht' Raumimpression Max-Pechtein-Museum
  • Museumsgebäude Kunstsammlungen Zwickau
  • 'Im Himmel zu Hause' - Blick in die Ausstellung zur sakralen Kunst
  • Pechstein Blumenstillleben 1917
  • Bleyl Pillnitz 1905
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Kurz gesagt

  • Gemäldesammlung 16. bis 21. Jahrhundert
  • Spätgotische und frühbarocke Skulpturensammlung
  • Mineralogisch-geologische Sammlungen
  • Max Pechstein
  • Grafische Sammlung

Programm & Mehr zum Museum

Das Museum

'Wände her für Max Pechstein!' Mit dieser Forderung trat 1913 der Kunstkritiker Max Raphael an die Öffentlichkeit, um für Wandgestaltungen des Expressionisten zu werben. Die Zwickauer Kunstsammlungen nutzen nun diesen markigen Slogan für das neue Max-Pechstein-Museum, das im April 2014 eröffnet wurde. Hier findet das Lebenswerk des 1881 in Zwickau geborenen Künstlers einen attraktiven Ausstellungsort. In vier sanierten und neu gestalteten Ausstellungsräumen werden fast 50 Gemälde, Skulpturen und kunstgewerbliche Arbeiten aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit gezeigt. Damit würdigt seine Geburtsstadt ihren bedeutenden Sohn. Bekannt wurde Max Pechstein (1881-1955) als Mitglied der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe 'Brücke' durch seine farbintensiven Gemälde mit Darstellungen von Mensch und Natur. Die Spannbreite seines künstlerischen Schaffens reicht jedoch weit über die berühmten Werke aus der 'Brücke'-Zeit hinaus. So sind in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum Arbeiten aus sechs Jahrzehnten zu sehen. Damit stellt erstmals in diesem Umfang eine museale Dauerausstellung das Werk des herausragenden deutschen Expressionisten vor. Die Auswahl spannt den Bogen von einer frühen, um 1895 entstandenen Arbeit des jugendlichen Pechstein bis zum letzten Gemälde aus dem Jahr 1953. Die Schau beinhaltet neben Landschaften und Stillleben auch die weniger bekannten dekorative Werke wie Glasbilder, Mosaike und Wandgestaltungen sowie Skulpturen. Ebenso gehören bisher kaum öffentlich gezeigte Porträts von Familienangehörigen oder das farbenfrohe Spätwerk des Künstlers zu den Besonderheiten dieser Präsentation. Einen absoluten Höhepunkt stellen allerdings die Gemälde dar, die im Anschluss an Pechsteins Reise in die Südsee im Jahr 1914 entstanden sind. Das Engagement für die Kunst Pechsteins geht zurück auf den ersten Zwickauer Museumsdirektor Hildebrand Gurlitt, der bereits 1925 eine Ausstellung initiierte und erste Werke ankaufte. Heute haben sich die Zwickauer Kunstsammlungen mit der neuen Dauerausstellung, rund 150 grafischen Arbeiten des Künstlers, rund 400 Briefen und Postkarten sowie zahlreichen Sonderausstellungen zu einer Anlaufstelle für die Pechstein-Forschung entwickelt. In den ständigen Ausstellungen des Museums sind die Höhepunkte der umfangreichen Gemäldesammlung mit Werken vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart präsentiert. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts kümmerte sich der Zwickauer Kunstverein um den Ankauf von Bildern für eine städtische Sammlung. Deshalb sind heute zahlreiche Gemälde der dem Impressionismus und Jugendstil nahestehenden Professoren der Dresdener Kunstakademie u.a. Gotthardt Kuehl zu sehen. In den 1970er Jahren konnte die Sammlung um bedeutende Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts aus den Niederlanden, Italien und Deutschland erweitert werden. Maler wie Otto Hettner, Otto Griebel oder Wilhelm Lachnit belegen die bemerkenswerte Qualität sächsischer Malerei des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit. Seit den 1990er Jahren bereichern Werke überregional arbeitender, in Zwickau geborener Künstler wie Rosa Loy oder Hartwig und Wolfram Ebersbach die Ausstellung. Durch die Vergabe des Pechstein-Preises können zudem Werke der Preisträger wie Carlfriedrich Claus, Alfred Hrdlicka oder Arno Rink für die Sammlung gewonnen werden. Die junge Kunst hält Einzug in Form der Pechstein-Förderpreisträger. Besucher können die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum ganz individuell oder im Rahmen einer Führung kennen lernen. Für Kinder und Schulklassen bestehen spezielle Angebote. Kunstvolle Engelsdarstellungen, Marien- und Heiligenfiguren sowie kostbare Altarwerke - mehr als 40 sakrale Skulpturen sind in der 2011 neu eröffneten Dauerausstellung 'Im Himmel zu Hause. Christliche Kunst zwischen Gotik und Barock' zu sehen. Die alten Schnitzwerke gehören nicht nur zu den Glanzstücken des Museums, sondern zählen auch zu den bedeutendsten dieser Art in ganz Sachsen. Die Flügelaltäre und Figurengruppen der Zwickauer Bildschnitzer Peter Breuer, Leonhard Herrgott und Michael Heuffner zeugen von der Stadt als einem Zentrum spätgotischer Schnitzkunst. Doch auch die Bildwerke unbekannter Meister wie der figurenreiche Lugauer Flügelaltar oder die im Erzgebirge verbreiteten Bornkinnl-Figuren sind im stimmungsvoll inszenierten Ausstellungsraum zu entdecken. Die grafische Sammlung umfasst nahezu 30.000 Werke vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Darunter befinden sich Drucke von Cranach und Dürer, von Künstlern der Romantik, des deutschen Realismus, Werke französischer Karikaturisten, deutscher Impressionisten sowie Grafiken aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben Max Pechstein ist hier das Werk von Fritz Bleyl, dem ebenfalls in Zwickau geborenen Mitbegründer der expressionistischen Künstlergruppe 'Brücke', in allen Schaffensphasen präsent. Darüber hinaus umfasst die Sammlung auch komplexe Konvolute zur Topographie und zum Bergbau. Mit der Eröffnung des Museums im Jahre 1914 fanden die kulturhistorischen Sammlungen des Zwickauer Altertumsvereins, des Zwickauer Rates und der Ratsschulbibliothek ein neues Domizil. Sie legten auch den Grundstock für die heute vom Museum Priesterhäuser betreuten Bestände an historischen Zinn- und Glasgegenständen, Möbeln, Gefäßen aus Keramik, Münzen, Medaillen, volkskundlichen Objekten und Textilen. Neu hinzugekommen sind zudem Erzeugnisse der ehemaligen Zwickauer Porzellanfabriken. Die Kunststammlungen Zwickau befinden sich noch heute in dem denkmalgeschützten Museumsgebäude, das zwischen 1912 und 1914 als König-Albert-Museum mit repräsentativem Kuppelsaal errichtet wurde.

Lernen & Erleben

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'Unmittelbar und unverfälscht' Raumimpression Max-Pechtein-Museum

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Dienstag
    13.00 bis 17.00 Uhr
  • Mittwoch bis Donnerstag
    13.00 bis 18.00 Uhr
  • Freitag bis Freitag
    13.00 bis 17.00 Uhr
  • Samstag bis Sonntag
    11.00 bis 17.00 Uhr

Besondere Informationen

  • Das Museum öffnet an Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr.

    Schließtage:
    Karfreitag, Heiligabend, Silvester

Weitere Informationen

  • Verkaufsangebot, Museumsshop
  • Kinderspielplatz/Kinderspielecke
  • Parkplatz
  • teilweise behindertengerecht