News

Museum – Naturalienkabinett Waldenburg ist Träger des Sächsischen Museumspreises 2019

Städtische Museen Zittau und Deutsches Damast- und Frottiermuseum Großschönau erhielten Spezialpreise

Bild 1 von 1

Am 23. September 2019 hat Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, den sie­ben­ten Sächsischen Museumspreis überreicht. Der Preis wird an nichtstaatliche Museen in Anerkennung der Pflege und der Profilierung der sächsischen Museumslandschaft und für beispielhafte Leistungen verliehen.

Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an das Museum – Naturalienkabinett Waldenburg. Außerdem wurden zwei Spezialpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro verliehen. Sie gingen an die Städtischen Museen Zittau für die hervorragende Restaurierung, Erforschung und Ausstellung der Zittauer Epitaphiensammlung und an das Deutsche Damast- und Frottiermuseum Großschönau für die innovative Vermittlung des technischen Erbes mit der Gesellschaft vor Ort.

Das Waldenburger Naturalienkabinett zählt zu den ältesten in annähernder Geschlossenheit erhaltenen Museen seiner Art in Deutschland. Kernstück ist die unter Denkmalschutz stehende Sammlung von zum Teil einzigartigen Naturalien, Kunstwerken und Kuriositäten aus dem Nachlass der Leipziger Apothekerfamilie Linck, die diese im 17. und 18. Jahrhundert zusammentrug. Die Jury würdigte die gelungene Präsentation eines Museums im Museum: „Die Linck-Sammlung wurde unter Bewahrung ihrer historischen Anmutung etwa mit originalen Möbeln und Beschriftungen modern und verständlich überarbeitet und präsentiert. Dieser Spagat gelingt äußerst selten.“

Die Städtischen Museen Zittau, Träger eines der beiden Spezialpreise, präsentieren seit Juli 2017 den einzigartigen „Zittauer Epitaphienschatz“ dauerhaft in der Klosterkirche. Zittauer wohlhabende Kaufleute und auch einfache Handwerker ließen im 16. und 17. Jahrhundert in den Zittauer Kirchen reich gestaltete und mit Bildern versehene Grabdenkmäler errichten. Die Bildwerke geben einen Einblick in die Glaubensvorstellungen der evangelisch-lutherischen Bürgerschaft Zittaus nach Einführung der Reformation.

Das Deutsche Damast- und Frottiermuseum in Großschönau, ebenfalls Träger eines Spezialpreises, bewahrt die einzigartige örtliche Textilgeschichte. Von Großschönau ausgehend verbreiteten sich zwei besondere textile Herstellungsverfahren in ganz Deutschland: 1666 wurde hier die kunstvolle Damastweberei eingeführt, 1856 kam die Frottierweberei in den Ort. Die Jury betonte insbesondere das hervorragende Zusammenwirken und gemeinsame Engagement von Förderverein, Stadt, Bürgerinnen und Bürgern und Museum.

Weiterführende Links