Ausstellung

Schlesisches Museum zu Görlitz

Vom Kunsthandwerk zur Kunst

Görlitz 03.04.2009 - 26.07.2009

Darum geht es in der Ausstellung

Am Anfang stand eine traditionelle Töpferei für Gebrauchsgeschirr mit dem für Bunzlau charakteristischen Pfauenaugen- und Schwämmelmuster. Anders als viele Töpfereien in Bunzlau war die 1865 von Moritz Reinhold gegründete Werkstatt aufgeschlossen für Neuentwicklungen. Ab 1897 arbeitete die Firma auf künstlerischem und technischem Gebiet eng mit der Keramischen Fachschule in Bunzlau zusammen. Die Töpferei entwickelte sich rasch zu einem Vorreiter auf dem Gebiet neuer Produktionsmethoden. Mit der Umwandlung in die GmbH Bunzlauer Keramische Werkstätten Reinhold und Co. 1920 entwickelte die Firma ein stärkeres künstlerisches Profil. Die Produktion wurde ausschließlich auf Feinsteinzeug umgestellt. Moderne, farbintensive Lauf- und Unterglasurdekore lösten die braunen Lehmglasuren ab, die Formen des Jugendstils und später des Bauhauses hielten Einzug. In der Zeit des Nationalsozialismus ging die Fima in andere Hände über. 1945 wurde die Produktion eingestellt. Die Ausstellung, ein gemeinsames Projekt des Muzeum Ceramiki w Bolesławcu und des Schlesischen Museums zu Görlitz, zeigt erstmalig einen umfassenden Querschnitt durch die Produktionspalette der Firma Reinhold von 1897 bis 1945. Die etwa 600 Objekte stammen aus den Beständen beider Museen sowie aus polnischen und deutschen Privatsammlungen. Ein umfangreicher Katalog dokumentiert in ca. 850 Farbfotos die Ausstellung, die in Deutschland nur im Schlesischen Museum zu Görlitz zu sehen ist.

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Ausstellungsort

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Sonntag
    10.00 bis 17.00 Uhr

Besondere Informationen

Beachten Sie bitte unsere Sonderöffnungszeiten im ersten Quartal und an Feiertagen (siehe www.schlesisches-museum.de)