Museum

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Dresden

Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Telefon: +49 (0) 351 8232803, Telefax: +49 (0) 351 8232805

  • Das alte Arsenalgebäude von 1876 wurde vom amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskind umgebaut und 2011 neu eröffnet.
  • Kriege schreiben nicht nur die Lebensläufe von Menschen neu. Im Laufe der Jahrhunderte zogen auch unzählige Tiere in den Krieg und wurden dabei verwundet oder fanden den Tod.
  • Im Erdgeschoss des MHM scheint ein Arsenal an Bomben und Raketen auf den Betrachter zuzurasen. Das größte der Geschosse ist die Artillerierakete 'Honest John', die in den 1960er Jahren als Träger von Atomsprengköpfen entwickelt wurde.
  • Das Cabriolet Horch 830 BL 1936 verwendete der General der französischen Befreiungsarmee, Charles de Gaulle, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis zu seiner Präsidentschaft 1959.
  • 'One Step Beyond' ist ein Kunstprojekt von Lukas Einsle. Darin werden die Erinnerungen von Landminenopfern an den Hergang ihres Unglücks verarbeitet.
  • Die in klassischer Verteidigungshaltung aufgestellten Figuren im Ausstellungsbereich 'Schutz und Zerstörung' tragen Schutzkleidung vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
  • Außenansicht
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Kurz gesagt

  • Deutsche Militärgeschichte

Programm & Mehr zum Museum

Das Museum

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr gehört seit seiner Neueröffnung im Herbst 2011 zu den bedeutendsten Geschichtsmuseen Europas. Im Zentrum der Ausstellung stehen der Mensch und die Frage nach den Ursachen und Folgen von Krieg und Gewalt. Unterschiedliche Standpunkte, Sichtweisen und Schicksale spiegeln sich in den über 10.000 Exponaten der Ausstellung, die von vielen bewegenden Geschichten zeugen. Die historischen Objekte und Dokumente bilden die wichtigsten Bausteine zu einer Kulturgeschichte der Gewalt. Ausgestellt werden sie in einer atemberaubenden Architektur. Der amerikanische Stararchitekt Daniel Libeskind erweiterte während eines mehrjährigen Umbaus das alte Arsenalgebäude in der Dresdner Albertstadt um einen herausragenden Stahlkeil. Dieser erinnert symbolisch an die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. Zugleich durchbricht der einzigartige Neubau Libeskinds die einschüchternde Fassade des historischen Militärbaus aus dem 19. Jahrhundert. Geschaffene Licht und Schattenstrukturen verweisen dabei eindrücklich auf die wechselvolle deutsche Militärgeschichte. In der Vergangenheit waren Militärmuseen vor allem Ausstellungshallen für Waffentechnik und für die glanzvolle Repräsentation nationaler Streitkräfte. Sie wollten die Besucher durch militärische Leistungsschauen beeindrucken, meist mithilfe einer Kette von aneinander gereihten Kriegen, fast losgelöst von anderen historischen Ereignissen. Militärgeschichte war beschränkt auf Schlachten, auf Siegesparaden und waffentechnische Entwicklungen. Im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr hingegen sind Krieg und Militär unlösbar mit der allgemeinen Geschichte verwoben und zeigt die Verästelung in die politik-, sozial-, mentalitäts- und kulturgeschichtliche Forschung. Militärgeschichte wird so in ihrer ganzen Bandbreite dargestellt. Die Ausstellung konfrontiert die Besucherinnen und Besucher mit dem eigenen menschlichen Aggressionspotential und thematisiert Gewalt als historisches, kulturelles und anthropologisches Phänomen. Ist Aggressivität evolutionsbiologisch möglicherweise in jedem Menschen angelegt, ist sie so selbstverständlich und unvermeidbar wie das Bedürfnis zu schlafen oder zu trinken? Oder ist der Gewaltanteil in uns vor allem kulturell geprägt und beeinflusst? Im Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung steht immer wieder der einzelne Mensch, der Gewalt ausübt oder erleidet. Es werden immer zwei Biographien von Menschen gegenübergestellt, die in derselben Zeit lebten aber unterschiedlichen Lebensentwürfen folgten oder die in ein und derselben historischen Entscheidungssituation unterschiedliche Wege gingen. Ambivalenz ist ein Schlüsselbegriff für die gesamte Dauerausstellung des Militärhistorischen Museums. Elf Themenparcours und drei Chronologien sind im Grunde zwei Museen in einem und sind in der Dauerausstellung auf 10.000m² Ausstellungsfläche zu sehen, darüber hinaus sind außerhalb des Gebäudes zwei Außenausstellungen auf 3.000m² zu besuchen. Kunstinstallationen ergänzen die Ausstellung und hinterlassen bleibende Eindrücke. Zum Beispiel 'Love and Hate' von Charles Sandison oder ' The Hiroshima Thank You Instrument' von Ingo Günther interagieren mit den Betrachtern und lassen sie sogar Teil des Kunstwerks werden. Während die beiden Gegensätze 'Love and Hate' als wichtige Aspekte menschlichen Handelns und damit auch von Gewalt angesehen werde können, gewinnt in der Installation wie auch im Leben manchmal die Liebe und manchmal der Hass die Oberhand. 'The Hiroshima Thank You Instrument' bannt nach einem Lichtblitz für einige Sekunden die Schatten der Besucherinnen und Besucher an die Wand. Mit diesem Werk wird an das Aufblitzen der Atombombenexplosion und den Abdruck der in Sekunden verbrannten Menschen erinnert, deren Schatten sich an den Häuserwände der japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abzeichneten. Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr möchte Denkräume öffnen. Es versteht sich als ein Forum für die Auseinandersetzung mit Militärgeschichte, für den Diskurs über die Rolle von Krieg und Militär in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

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Das alte Arsenalgebäude von 1876 wurde vom amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskind umgebaut und 2011 neu eröffnet.

Öffnungszeiten

  • Montag
    10.00 bis 21.00 Uhr
  • Dienstag
    10.00 bis 18.00 Uhr
  • Donnerstag bis Sonntag
    10.00 bis 18.00 Uhr

Besondere Informationen




Weitere Informationen

  • teilweise behindertengerecht
  • Verkaufsangebot, Museumsshop
  • Restaurant
  • Parkplatz
  • Haltestelle (Bus/Bahn in unmittelbarer Nähe)