Ausstellungen
Neue Sachlichkeit
Architektur zwischen Textilfachschule und Wasserturm in Reichenbach im VogtlandReichenbach im Vogtland 04.09.2025 - 02.11.2025
Darum geht es in der Ausstellung
Die Architektur der Neuen Sachlichkeit – der einflussreichen, im deutschsprachigen Raum in den 1920er Jahren entstandenen Kunstrichtung – wird oft mit dem Bauhaus gleichgesetzt. Dabei gerät zu Unrecht aus dem Blick, dass nicht nur in Dessau und Weimar, sondern auch im vogtländischen Reichenbach innovative Bauten entstanden. Hier haben Bauschaffende wie Bruno Grimmek (1902–1969), Rudolf Ladewig (1893–1945) und Wolfgang Rudorf (1890–1956) nach den traumatischen Erfahrungen des Ersten Weltkriegs und den tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen der Weimarer Republik nach einer neuen Formensprache für ihre Bauwerke gesucht und dies innovativ umgesetzt. Bauten in Reichenbach wie der Wasserturm oder die Textilfachschule wurden zu Ikonen der Architektur. Auch entstand mit der Sternsiedlung und ihren extra dafür entwickelten Y-Häusern ein völlig neuer Siedlungstyp. Schlichtheit, Ruhe und Verknappung waren die Charakteristiken dieses neuen Bauens, dass durchaus seine Schönheit hatte. Denn die Formen waren nicht öde, sondern mit Maß und vor allem einem ausgesuchten Sinn für gute Proportionen gewählt. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 und ihrer entsprechenden Kulturpolitik endete die neue Sachlichkeit in Deutschland (unter anderem Schließung des Bauhauses und Emigration vieler Vertreterinnen und Vertreter dieser Richtung in die USA). Die Ausstellung stellt Reichenbach als Innovationsort vor, beleuchtet die hier zu dieser Zeit entstandenen Bauwerke und zeichnet die Schicksale der maßgeblich Beteiligten nach.
Ausstellungsort
Johannisplatz 3
08468 Reichenbach im Vogtland
Telefon: +49 3765 21131
E-Mail: neuberin@reichenbach-vogtland.de
Öffnungszeiten
-
Dienstag
bis
Freitag
10.00 bis 16.00 Uhr -
Sonntag
13.00 bis 16.00 Uhr
Besondere Informationen
Außerhalb der Öffnungszeiten öffnet das Museum anach vorheriger Vereinbarung.
Das Zentraldepot des Museums mit Schauraum kann auf Anfrage besucht werden.