Prohlis, Palitzsch und Planeten Ein musealer Crosslauf von der Urgeschichte bis zur Weltraumforschung
Ort Dresden Datum Dauerausstellung
Darum geht es in der Ausstellung
In der Dauerausstellung des Heimat- und Palitzsch-Museum Prohlis begeben die Besucherinnen und Besucher sich auf eine abwechslungsreiche Reise durch jungsteinzeitliche Spuren, über das Leben des ruhmreichen Bauernastronomen Johann George Palitzsch bis hin zu den Grundlagen der Astronomie.
Kapitel 1: Ortsgeschichte
Die Gegend um Prohlis hat eine 7.000-jährige Besiedlungsgeschichte. Spuren von Dutzenden Langhäusern und vier Kreisgrabenanlagen aus der Jungsteinzeit zeugen davon. Wo später viele Hundert Jahre lang das von Slawen gegründete Dorf existierte, steht heute das gleichnamige Dresdener Wohngebiet der DDR-Plattenbauweise aus den 1970er Jahren. Alternative Planungen, das Dorf in das Neubaugebiet zu integrieren, konnten nicht verhindern, dass es fast vollständig überbaut wurde. Diese drei Zeitebenen – Besiedlung, Dorf und Neubaugebiet – beschreiben nicht nur die Ortsgeschichte, sie bilden darüber hinaus den Hintergrund für tiefergehende Fragen nach der Lebensweise der Menschen heute.
Kapitel 2: Johann George Palitzsch (1723–1788)
Der Nachlass des Bauernastronomen Palitzsch ist äußerst spärlich. Das Wenige in der museumseigenen Sammlung wird in einem inszenierten Studierzimmer mit Bezügen zur Gegenwart gezeigt. Eine hinterleuchtete Karte (Sächsische Meilenblätter) zeigt die kleine Stadt Dresden um 1780 mit ihrer detailgenau dargestellten dörflichen Umgebung. Überwölbt wird dieser Raum durch die Kuppel eines digitalen Planetariums. Gerade Palitzschs Selbstverständnis als im Glauben verwurzelter Bauer und Forscher stellt Fragen nach der Gewichtung von Tradition und Fortschritt heute.
Kapitel 3: Astronomie
Palitzschs Beschäftigung mit der Sternenkunde lenkt den Blick auf die Grundlagen der Astronomie. Dazu gehört die Frage, wie unser Sonnensystem entstanden ist. Weil Kometen unverändertes Material aus seiner Entstehungszeit bergen, spielt ihre Erforschung eine große Rolle. Neben einem Exkurs zur Kulturgeschichte unseres astronomischen Weltbildes können die Besuchenden sich über den aktuellen Stand der Kometenforschung informieren. Hauptattraktion ist das digitale Planetarium, welches Einblicke in die Dynamik unseres Sonnensystems gibt.
Ausstellungsort
Gamigstraße 24
01239 Dresden
Telefon : +49 351 7967249
E-Mail : peter.neukirch@museen-dresden.de
Öffnungszeiten
-
Mittwoch
bis
Sonntag
12.00 bis 17.00 Uhr
