MENSCHENanSCHAUEN
Von Blicken zu TatenOrt Dresden Datum 05.11.2023 - 07.07.2024
Darum geht es in der Ausstellung
Das Kooperationsprojekt zwischen Stadtmuseum und Kunsthaus Dresden thematisiert eine Leerstelle in der Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur der Stadt. Obwohl am fürstlichen Hof in Dresden schon im 16. Jahrhundert Menschen zum Zwecke der Unterhaltung und vermeintlichen Bildung zur Schau gestellt wurden und der Zoo Dresden seit den 1870er Jahren einer der wichtigsten Veranstaltungsorte von Menschen- beziehungsweise Völkerschauen im Deutschen Kaiserreich war, gibt es zu den Dresdener Menschenschauen bislang kaum ein Bewusstsein im kollektiven Gedächtnis. Gleichzeitig haben in jüngerer Zeit Menschenschauen im Kontext einer postkolonialen Forschung und aktivistischen Szene eine verstärkte Aufmerksamkeit erfahren. Aus dieser Perspektive gelten die Schauen als koloniales Unrecht, das problematisiert und erinnert werden muss. Solche Menschenschauen transportierten und erzeugten während des Kolonialismus Klischeebilder und stigmatisierten die zur Schau gestellten Personen als Angehörige unterlegener Völker und „Rassen“. Bis heute lebt dieses auf Hierarchien abzielende Blickregime im Rassismus fort. Diese Werkstattausstellung verknüpft die erforschte Geschichte mit der Gegenwart – multiperspektivisch, kritisch und partizipativ.
Kartenansicht
Ausstellungsort
Wilsdruffer Straße 2
01067 Dresden
Telefon : +49 351 4887272
E-Mail : service@museen-dresden.de
Öffnungszeiten
-
Dienstag
bis
Sonntag
10.00 bis 18.00 Uhr
Besondere Informationen
An Feiertagen öffnet das Museum von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Sonderöffnungszeit: Neujahr (01.01.) von 14.00 bis 18.00 Uhr
Schließtage: 24.12., 25.12., 31.12.


