Denkmal – bitte recht freundlich! Fotografie im Auftrag der sächsischen Denkmalpflege
Ort Leipzig OT Plagwitz Datum 08.06.2026 - 13.09.2026
Darum geht es in der Ausstellung
Mit dieser Ausstellung ist das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen zu Gast im Museum für Druckkunst Leipzig. Die Ausstellung bietet eindrucksvolle Einblicke in die Arbeit der Denkmalpflege und präsentiert mit mehr als 200 Exponaten zugleich die einzigartigen fotografischen Schätze des Landesamtes vom 19. Jahrhundert bis heute. Sie ermöglichen, die kulturelle Identität Sachsens neu zu entdecken – und die Bedeutung der Denkmalpflege als Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verstehen. Seit den Anfängen der systematischen Erfassung von Bau- und Kunstdenkmalen im Königreich Sachsen 1880 – initiiert durch den Sächsischen Altertumsverein und geprägt von Persönlichkeiten wie Richard Steche und Cornelius Gurlitt – ist eine außergewöhnliche Bildsammlung im Landesamt für Denkmalpflege entstanden. Historische Glasplattennegative, analoge Fotografien und moderne Digitalaufnahmen dokumentieren über ein Jahrhundert hinweg die Vielfalt und den Wandel der Kulturdenkmale. Trotz schwerer Verluste im Jahr 1945 blieb ein bedeutender Teil dieser visuellen Zeugnisse erhalten und wurde kontinuierlich erweitert. Heute umfasst die Sammlung rund 200.000 Aufnahmen – von 80.000 großformatigen Glasplatten- und Kunststoffnegativen bis hin zu 50.000 Digital- und aktuellen Drohnenfotografien. Diese Bilder sind nicht nur eindrucksvolle Zeitdokumente, sondern auch unverzichtbare Hilfsmittel der Forschung, Restaurierung und Denkmalpflege. Sie halten den Zustand, die Entwicklung und die Umgebung der Denkmale fest und machen so Geschichte erfahrbar. Zudem zeigen die Fotografien die persönlichen Handschriften der beim Landesamt beschäftigten Fotografen sowie die Gemeinsamkeiten der Annäherung eines Denkmals mittels der Kamera.
Die Ausstellung gewährt exklusive Einblicke in diese reiche Bilderwelt. Entdecken Sie berühmte und verborgene Kulturdenkmale Sachsens – von beeindruckenden Schlössern wie der Albrechtsburg Meißen oder dem Gohliser Schlösschen und prachtvollen Gartenlandschaften wie der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau über technische Meisterwerke wie den gusseisernen Turm in Löbau bis hin zu außergewöhnlichen Kunstwerken wie der Leuchtreklame „Löffelfamilie“ in Leipzig. Erleben Sie Superlative der Denkmallandschaft: vom frühen technischen Denkmal, dem Frohnauer Hammer in Annaberg-Buchholz, bis zur imposanten Göltzschtalbrücke, der größten Ziegelstein-Brücke der Welt. Auch Leipzigerinnen und Leipziger werden eine Reihe herausragender Denkmale ihrer Stadt finden. So gilt das Völkerschlachtdenkmal als größtes Monumentaldenkmal Europas oder der „Kohlrabizirkus“ als weltweit einzigartige Stahlkonstruktion. Historische und aktuelle Aufnahmen treten dabei in einen spannenden Dialog und machen Veränderungen am Kulturdenkmal über die Zeit hinweg anschaulich. Die Leistungen der Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger in den zurückliegenden Jahrzehnten, nach 1945 und vor allem seit 1990 zeigen, welch großes Anliegen die Erhaltung historischer Bauwerke für den Neubeginn nach der politischen Wende in vielen Orten darstellte. Die Gegenüberstellung aktueller Fotografien mit historischen Aufnahmen zeigt auch die Weiterentwicklung in der Fotografie: Heute ist es möglich, mittels Drohnenfotografie auch von großflächigen Kulturdenkmalen aussagekräftige Bilder zu schaffen, die die Arbeit am Denkmal unterstützen.
Ausstellungsort
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig
OT Plagwitz
Telefon : +49 341 231620
E-Mail : info@druckkunst-museum.de
Öffnungszeiten
-
Mittwoch
bis
Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr -
Samstag
bis
Sonntag
11.00 bis 17.00 Uhr
Besondere Informationen
Das Museum öffnet montags und dienstags ausschließlich für angemeldete Gruppen.



