Grossmann200 Denkmal für einen Wegbereiter der Glashütter Uhrenindustrie
Ort Glashütte/Sachsen Datum 26.06.2026 - 09.05.2027
Darum geht es in der Ausstellung
So ausführlich wie noch nie wird in dieser Sonderausstellung die Person Moritz Grossmann (1826–1885) in den Fokus gerückt und gezeigt, dass er weit mehr gewesen ist als ein begnadeter Uhrmacher. Wie groß sein Ansehen in Glashütte auch drei Jahrzehnte nach seinem Tod noch war, zeigt die Tatsache, dass ihm damals im Herzen der Uhrenstadt ein Denkmal gesetzt werden sollte. Die Entwürfe dafür werden in der Ausstellung erstmals öffentlich gezeigt.
Moritz Grossmann wurde vor 200 Jahren, am 27. März 1826, in Dresden geboren. Er hat die deutsche Uhrmacherei nachhaltig geprägt und begründete ihr internationales Ansehen. Grossmann war ein herausragender Uhrmacher, ein erfolgreicher Fabrikant, ein versierter Techniker, ein genialer Erfinder und ein leidenschaftlicher Lehrer. Als Gründer der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte im Jahr 1878 schuf er eine Institution, die Wissen systematisch vermittelte und die Uhrmacherei vom reinen Erfahrungsberuf zu einer fundierten technischen Disziplin weiterentwickelte. Von Grossmann entwickelte neuartige Werkzeuge und Messgeräte – insbesondere mit metrischen Anzeigen – setzten sich in der Uhrenfertigung durch und ihre Anwendung wurde in der Lehre vermittelt. Auch als Autor und Theoretiker hinterließ Grossmann Spuren. Seine Schriften zeugen von einem tiefen Verständnis mechanischer Zusammenhänge und von dem Wunsch, Wissen zugänglich und überprüfbar zu machen. Zeitlebens war er in Glashütte auch auf kommunaler Ebene stark engagiert, sei es als Stadtrat, als Gründungsmitglied der freiwilligen Feuerwehr oder als Initiator zahlreicher Vereine. Grossmanns Verdienste blieben unvergessen, sodass ihm 1914 ein Denkmal in Glashütte gesetzt werden sollte. Realisiert wurde das Vorhaben jedoch nicht. Die insgesamt zehn Entwürfe von damals blieben aber erhalten und schlummerten bis jetzt im Archiv. Mit der aktuellen Sonderausstellung werden sie nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Man darf gespannt sein, an welcher Stelle in Glashütte das Denkmal hätte stehen sollen und wie es hätte aussehen können. Mit der Gründung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte hat sich Moritz Grossmann zu Lebzeiten jedoch selbst ein Denkmal gesetzt. Auch heute noch werden im Gebäude, das nicht nur Uhrenmuseum ist, Lehrlinge ausgebildet: Zur Eröffnung des Deutschen Uhrenmuseums im Jahr 2008 zog auch die „Glashütte Original Uhrmacherschule Alfred Helwig“ ins Gebäude, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.
Ausstellungsort
Schillerstraße 3a
01768 Glashütte/Sachsen
Telefon : +49 35053 4612102
E-Mail : info@uhrenmuseum-glashuette.com
Öffnungszeiten
-
Mittwoch
bis
Sonntag
10.00 bis 17.00 Uhr
Besondere Informationen
Führungen für große Gruppen sind nach Voranmeldung auch dienstags möglich.
Über Sonderöffnungszeiten informiert das Museum auf seiner Website.
Schließtage: 1.1., 24.12., 25.12., 31.12.







