Ausstellungen
Museum Gunzenhauser

Gabriele Münter Preis PARASTOU FOROUHAR, Esra Ersen, Else Gabriel, Ana Prvački, Annegret Soltau und Hoda Tawakol

Ort Chemnitz Datum 27.09.2025 - 16.11.2025

Das Foto zeigt das in Weiß gehaltene Foyer des Museum Gunzenhauser. Links und rechts öffnen bodentiefe Panoramafenster die Sicht nach außen. Innen, auf der linken Seite, befindet sich die Kasse; mittig schließt sich ein langer Gang zu den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss an. Rechts des Ganges befindet sich das schmale, steile Treppenhaus, das in die Ausstellungräume in den Obergeschossen führt. Kasse und Treppenhaus sind in einem tiefen Rot gehalten.

Darum geht es in der Ausstellung

Der Gabriele Münter Preis ist europaweit der einzige Kunstpreis, der sich ausschließlich an Bildende Künstlerinnen richtet, die älter als 40 Jahre sind. Mit 20.000 Euro dotiert, wurde ins Leben gerufen, da Künstlerinnen dieser Altersgruppe bei wichtigen Auszeichnungen deutlich unterrepräsentiert sind. Der Preis bietet auf Bundesebene eine bedeutende Möglichkeit, die Leistungen von in Deutschland lebenden zeitgenössischen Künstlerinnen sichtbar zu machen und zu fördern. Benannt ist er nach der Malerin Gabriele Münter (1877–1962), einer der bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne, deren Beispiel bis heute ermutigt. Im Jahr 2025 ging der Preis an die iranisch-deutsche Künstlerin Parastou Forouhar, geboren 1962 in Teheran. Die Jury – bestehend aus Ina Bierstedt, Ahu Dural, Nezaket Ekici, Dr. Nadia Ismail, Dr. Christine Litz, Beate Passow und Anja Richter – würdigte die künstlerische Qualität ihres Schaffens ebenso wie ihren Mut, sich konsequent für Freiheit, Menschenrechte und den Dialog zwischen Kulturen einzusetzen. Aus 1.299 Bewerbungen hob sich Forouhar mit ihrem Werk klar hervor. Ihre Arbeiten sind geprägt von persönlichen Erfahrungen mit Repression und Exil. Sie umfassen Zeichnungen, Installationen, Fotoarbeiten, Objekte sowie aktivistische Archive und Aktionen. Oft wirken Ornamente und kalligrafische Elemente dekorativ, offenbaren bei genauerem Hinsehen jedoch Szenen von Kontrolle und Unterdrückung. Forouhars Kunst hinterfragt kulturelle Klischees und Sehgewohnheiten. Sie nutzt textile Ästhetik, um Mechanismen der Entfremdung zu unterlaufen, ohne Fremdheit aufzulösen. Ihre Arbeiten bleiben ambivalent, widerständig und politisch. Neben Parastou Forouhars Werken werden Arbeiten fünf weiterer Finalistinnen gezeigt.

Programm & Mehr zum Museum

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Ausstellungsort

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Sonntag
    11.00 bis 18.00 Uhr

Besondere Informationen

An Feiertagen öffnet das Museum von 11.00 bis 18.00 Uhr.
Schließtage: 24.12., 25.12. und 31.12.
Barrierefreier Zugang über Stollberger Straße 2